Noch einmal Ehrbachklamm und Baybachtal

Die Brücke in der Ehrbachklamm. Vergleiche diese Foto mit dem ersten Foto des Specials „Durch Ehrbachklamm und Baybachtal !"


Wie im Text des entsprechenden „Special" beschrieben ist die Wanderung durch die Ehrbachklamm und das Baybachtal eine der schönsten Wanderungen, die man im Hunsrück machen kann.
Mitgliedern der niederländischen aktiven Wanderorganisation „Twente Natuurtochten"(TNT) davon erzählte, waren sie so begeistert, dass sie im Jahr 2001 eine Reise in ihr Wanderprogramm aufnahmen, die eine etwas umfangreichere Variante unseres Tripps (siehe Beschreibung im ersten „Special") darstellt. Diese viertägige Wanderung führt nicht nur nur durch die Täler entlang der Mosel sondern auch auf die „Höhen" des Hunsrücks und in das für mich unbekannte Brodenbachtal.
Auf der Karte weiter unten ist die TNT-Route rot gekennzeichnet, die alte Route in orange (beinahe nicht erkennbar, da sie beinah komplett von der TNT-Variante verdeckt ist). Die Richtung ist mit Pfeilen angegeben, da zwei Mal eine „Runde" gelaufen wird, man passiert also einen Punkt noch einmal. Das ist aber weiter nicht schlimm, sondern macht gerade den „Charme" dieser Wanderung aus.
Bei TNT sind Gepäcktransport, Übernachtung mit Frühstück, Essenspakete an Wandertagen und Abendessen an beinahe allen Tagen inbegriffen. Ziemlich luxuriös also, aber somit auch sehr angenehm!

Unsere Gruppe hat die Wanderung im Herbst 2002 gemacht. Es stellt sich dann doch immer wieder heraus, dass, neben dem blumenreichen Frühling, der Herbst mit seinen prächtigen Farben eigentlich die schönste Jahreszeit ist. Um dies deutlich zu machen, beinhaltet dieses zweite Ehr-/Baybach- Special weniger Text (Details zu dieser Wanderung können zu einem großen Teil auf der Seite des ersten Specials nachgelesen werden), als viel mehr zahlreiche und große Fotos. Ein kleiner Vorgeschmack auf eine mögiche eigene Wanderung!
Noch einige Dinge, die uns auffielen: im Ehrbachtal und Brodenbachtal begegnet man manchmal ganzen Feldern mit Immergrün, einer in den Niederlanden sehr seltenen Pflanze, die auch im Winter ihre grünen Blätter behält.
Am dritten und vierten Wandertag hat man manchmal mit steilen Anstiegen zu kämpfen und in manchenTeilstücken muss man sich an Seilen festhalten, die im Fels befestigt sind. Da wir die Route nach heftigem Regenfall bewanderten, mussten wir bei der Rechtsbiegung vor der Ruine Waldeck einmal durch den Bach waten, da der Weg endgültig verschwunden war (doch keine Angst, selbst bei diesem relativ „hohen" Wasserstand erreichte das Wasser höchstens Kniehöhe). Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich ein Pfad, den wir nach einigen hundert Metern über eine Holzbrücke wieder verliessen, um am anderen Ufer unsere ursprüngliche Route fortzusetzen (siehe vorletztes Foto). Ein deutscher Wanderer erzählte uns, dass der Weg hier schon immer „verschwunden" ist und man somit auch im Sommer bei niedrigem Wasser durch den Bach gehen muss! Auf den Fotos ist unser abenteuerliches Erlebnis zu erahnen, wenn man sich den breiten, wild strömenden Baybach (drittletztes Foto) anschaut oder die nackten Beine von Wanderer Bert auf dem Foto mit der Schmausemühle. Schuhe und Strümpfe mussten ausgezogen und die Hosenbeine abgetrennt werden (wenn man denn abtrennbare Hosenbeine hatte...)!
Noch eine letzte Bemerkung: an jedem Tag kommt man mindestens (manchmal aber auch höchstens) an einem Cafe/Restaurant vorbei, wo man eine Tasse Kaffee, Erfrischungsgetränke (im Sommer) oder einen Teller Suppe kaufen kann. Häufig sind das ehemalige Wassermühlen in wunderschöner Lage (Baunhöllermühle, Daubisbergermühle, Eckmühle), oder eine Forellenfarm (Forellenzucht) bzw. beides (Schmausemühle). Geniessen Sie' s!

Für alle Informationen: Twente Natuurtochten, Wessex 17, 7551 KB Hengelo, tel. 074 2431804, e-mail info@twentenatuurtochten.nl, website http://www.twentenatuurtochten.nl.
Buchungen auch bei: de Wandelwaaier, Singel 395-1, 1012 WN Amsterdam, tel. 020 622 6990, e-mail info@wandelwaaier.nl, website http://www.wandelwaaier.nl.
Bei beiden handelt es sich zwar um kommerzielle Organisationen, sie bieten aber gute Leistungen fürs Geld und ich persönlich habe gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Und jetzt die Fotos !

Der schönste Teil der Ehrbachklamm. Seile und Brücken helfen bei schwierigen Teilstücken.


Wir wandern nicht nur im Tal. Kurz nach Herschwiesen schauen wir vom Hunsrück „hinab" in Richtung Nörtershausen.


Umringt von prächtigen Herbstfarben steigen wir ab ins Brodenbachtal.


In Brodenbach wandern wir direkt an der Mosel entlang. Am anderen Ufer sind das Örtchen Hatzenport und Weinberge zu erkennen.


Dunkler Himmel und Sonnenschein wechseln sich ab. Das Ehrbachtal haben wir verlassen und sind wieder „oben" in der Nähe von Morshausen angekommen.



Das Hotel „Forellenzucht", gelegen im noch recht breiten Teil des Baybachtals, hat einen prächtigen Fischteich. Außderdem ist es nicht zu teuer!


Die Schmausemühle ist eine ehemalige Wassermühle im schönsten Teil des Baybachtals, die heute als Hotel-Restaurant genutzt wird.


Im Baybachtal läuft (oder klettert!) man manchmal in luftiger Höhe am Bach entlang, manchmal aber auch direkt daneben.


Nach unserer unfreiwilligen Baybach-Überquerung können wir etwas später über die Brücke zurück zu unserer ursprünglichen Route.


So manches schöne herbstliche Detail ist im Baybachtal zu entdecken, wenn man ein Auge dafür hat.

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