Mühlenwanderung rundum Morbach

Von Merscheid aus geht es mit Steigung Richtung Haardtkopf. Später biegen wir ab Richtung Hölzbachklamm

Zwischen Hochwald, Idarwald und Mosel liegt ein Gebiet bestehend aus Wäldern, Hügeln, rasch fliessenden Bächen, wie der Dhron, mit zahllosen Wassermühlen. Zerstreut liegen dort kleine Dörfer und das örtliche Zentrum der Gegend, Morbach. Den Hang entlang gibt es auch noch Reste an Schienen von der Hunsrückbahn, die Eisenbahnlinie, die sich früher über den ganzen Hunsrück von Nordosten bis Südwesten erstreckte. In der 4 tägigen Mühlenwanderung, die wir im Oktober 1999 machten, fanden wir diese Besonderheiten an vielen Stellen.
Auf der unten stehenden Karte wird die Route (orangefarben) deutlich.

Die Wanderung besteht aus folgenden Etappen (man kann an jede Etappe seinen Startpunkt legen):
  1. Heinzerath - Deuselbach
  2. Deuselbach - Bischofsdhron (alternative Übernachtung in Wenigerath)
  3. Bischofsdhron - Gonzerath
  4. Gonzerath - Heinzerath
Zu Beginn der ersten Etappe ist der Weg asphaltiert, um nach Merscheid zu kommen. Aber danach wird die Strecke sehr schön, wnn man an der Getreidemühle und der Hölzbachklamm vorbei kommt. ine Auch eine ydillische Picknickstelle an der Dhron sowie die Steigung hinauf nach Hunolstein mit der Burgruine, und die einsame Wallholzkirche locken zum Verweilen. Weiter geht es durch das stille Tal nach Odert (ein Imbiss ist möglich an der Hunsrückhöhenstrasse in der Gaststätte Oderter Haus) durch ländliche Täler via der Cornelismühle (Gaststätte) und witeren zu Wohnhäusern umgebauten Wassermühlen nach Deuselbach. Eine letzte kräftige Steigung hinauf zum Hotel nahe der Bahnstrecke, gegen den Hängen des Hochwaldes, und wir sind da.
Die zweite Etappe führt durch die Wälder am Fusse des Erbeskopfes (höchster Punkt in Rheinland-Pfalz, 818 m), dicht an der ehemaligen Bahnlinie entlang und durch das Höxeler Viadukt zum Erholungsgebiet Ortelsbruch, das Kenntnis über Vorgänge in der Natur lehrt. Nach der letzten Ölmühle, der Schmausemühle (2000 komplett restauriert und zu besichtigen), erreichen wir das Zentrum von Morbach, wo es Einkaufsmöglichkeiten und Lokalitäten gibt. Der letzte Teil dieser Etappe führt zur Übernachtungsadresse Bischofsdhron oder Wenigerath.


Inneres von der jahrhundertalten, neulich restaurierten, Ölmühle in Morbach


Die Hölzbachklamm, die uns ins Tal des Dhrons führt

Der dritte Tag ist einder etwas eintöniger. Nachdem wir uns die Ruine Baldenau bei Hundhaim (die einzige Wasserburg im Hunsrück) angeschaut hatten, sind wir anfänglich nur an den Hängen des Idarwaldes auf schönen Waldpfaden gelaufen. Gerade als man dem, auf merkwürdige Weise einsam im Wald gelegene, sehr grossen Bahnterminal begegnet, läuft man auch an einen kleinen, schönen Heidesee entlang (Foto im Kapital 'Natur') via Hochscheid und der Hunsrückhöhenstrasse. Weiter geht es wieder durch Wald und das Dorf Wederath mit der Möglichkeit, der beim Dorf gelegenen Schrotmühle - siehe Foto unten) nach Gonzerath. Siehe das Foto am Beginn dieser Seite !!!
Der vierte Tag führt durch das Hinterbachtal entlang einiger Wassermühlen (Gaststätte in der Thielermühle), wonach wir im Wellersbachtal stark ansteigen müssen (von 200 bis 659 m) zum Haardtkopf. Dort kann leider die errichtete Antenne leider nicht besichtigt werden. Wir wandern weiter via Elzerath und reichen den Startpunkt der Wanderung in Heinzerath. Beim Abendessen in der Brieschmühle, wird bei wohlschmeckendem Bier oder feinem Wein, noch ein wenig über diese Wanderung geplaudert.....

Als Fazit kann man sagen, dass diese Wanderung eine schönen und guten Eindruck von der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks hinterlässt. In vier Tagen haben wir ungefehr 80 km zurückgelegt, mit einigen Steigungen zwischendurch. Aber diese Wanderung ist nicht schwer für geübte oder begeisterte Wanderer. Was uns am meisten erstaunte war, dass uns in diesen vier Tagen, trotz der schönen Herbst-Wanderzeit und dem guten Wetter niemand begegnet ist, ausser den Bewohnern der Dörfer und die Gäste in den Unterkünften.
Da diese Wanderung vom Verkehrsamt aus mit Gepäcktransfer durchgeführt wird, konnten wir auf einer abwechslungsreichen Wanderung nur einen Rucksack mit etwas Proviant und Getränken mitnehmen. Achtung: Am zweiten Tag wird ein Campingplatz und am dritten Tag nur ein Dorf angelaufen. Es gibt aber keine Garantie, dass eine Gaststätte zu Mittag geöffnet ist!


Wir wandern im Staatsforst Morbach. Am Ende, wo der Weg nach links abbiegt, liegt rechts der kleiner See vom Photo auf der Seite 'Natur'


Herr Stein gibt auf wünsch eine Vorführung über die Wirkung der elektrischen Schrotmühle in Wederath. Sie befindet sich gegenüber der Kirche (Foto abgegeben durch den Fremdenverkehrsverein Morbach)


Dies ist das offiziele Schild der Mühlenwanderung, das uns auf unserem Weg begleitete. Diese haben wir übrigens nicht gestohlen, es lag am Rande des Weges bei Gonzerath

Informationen


Das Verkehrsamt in Morbach und die Hunsrück-Touristik bieten diese Wanderung unter dem Titel "Romantische Mühlenwanderung". Sie kostet DM 249 (Preisstand 2001) und wird mit 4 Übernachtungen / Frühstück, Gepäcktransfer sowie Wanderkarte (1:25.000) und Wegbeschreibung durchgeführt. Die Wanderung kann das ganze Jahr durchgeführt werden, aber es versteht sich dass der Frühling (mit Blumen und jungem Grün) und der Herbst mit seinen Farben, die geeignesten Wanderperioden sind. Vergiss auch nicht im Büro des Fremdenverkehrsamtes zu Morbach "Guten Tag" zu sagen. Wir wurden sogar gebeten, eine Schnaps zu trinken .....
Für alle übrige Informationen, wie die Adresse des Fremdenverkehrsverein in Morbach, sehe unter "Wandern - Info".

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Auf unsere letzte Etappe laufen wir durch das Hinterbachtal, zwischen schöne Herbstfarben, mit (wiederum) einige Wassermühlen