Vom Rhein zum Salzkopf an dem Rhein

Von Rheinhöhe in Niederheimbach (76 m.) sind wir aufgestiegen am Rande des Bingerwaldes bis mehr als 400 m.

Wenn man im Hunsrück wandern geht, sollte man es sicherlich nicht unterlassen, eine Wanderung am Rande des Gebirges mit seinen natürlichen Grenzen, den Flüssen Rhein und Mosel zu unternehmen. Dort sind die Kontraste und Höhenunterschiede am größten und man kann, außer der typischen Hunsrück- auch die romantische Flusslandschaft mit ihren Weinbergen, Schlössern und den malerischen Fachwerkdörfen genießen, die sich, mangels räumlicher Ausbreitungsmöglichkeit, wie ein langes, schmales Band entlang der Flüsse schlängeln. Ein Vorteil des Wanderns in Flussnähe sind die dort vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere der Bahn. Als Nachteil kann man hingegen den häufig notgedrungen zu bewältigenden Höhenunterschied auffassen, da sich die Flüsse auf einer Höhe von ca. 60 – 80 m befinden, die höheren Hunsrückgipfel in der Nähe allerdings Höhen von 600 – 700 m erreichen können.
Diese Wanderung ist ein Beispiel solch einer Tour vom Rhein auf die Höhe des Binger Waldes und wieder zurück zum Rhein, wobei man auch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen soll. Der Startpunkt ist Niederheimbach, gelegen zwischen Bingen und Bacharach, und das Ziel ist Trechtingshausen, ebenfalls am Rhein. Es ist am Ende der Wanderung zwar durchaus noch möglich von Trechtingshausen nach Niederheimbach zurück zu laufen (ca. 5 km), aber nach der (anstrengenden) Wanderung ist der Rückweg am Rhein entlang der B9 sicherlich nicht das interessanteste Stück! Wie bereits angedeutet sind sowohl Niederheimbach als auch Trechtingshausen an der Bahn gelegen und somit recht gut mit dem Zug zu erreichen. Die Verbindungen am Rhein sind durchaus in Ordnung und selbst von diesen kleinen Bahnhöfen fährt in aller Regel stündlich ein Zug in jede Richtung. Eventuell kann es auch vernünftig sein, vor Antritt der Wanderung mit dem Auto in Trechtingshausen zu parken, und vorab mit dem Zug nach Niederheimbach zu fahren, um von dort mit der Wanderung zu beginnen. Die Route ist auf der untenstehenden Karte orangefarben eingezeichnet.
Zuerts sehen wir auf der unterstehenden Karte die Route, orangenfarbig.

Ausnahmsweise, da es sich hierbei nicht um eine organisierte Tour handelt, werden wir von dieser Wanderung eine genaue Beschreibung geben. Vom Bahnhof in Niederheimbach geht es ein Stück in Richtung Ortsmitte, um dann rechts in das Tal Richtung Oberheimbach einzubiegen (die Straße ist eine Sackgasse und endet in Oberheimbach). Wir gehen durch die enge Straße, in der wir immer wieder zwischen den Häusern die Heimbach erkennen können und bevor wir das Ende von Niederheimbach erreicht haben, gehen wir rechts in die Weinberge: Wir folgen den Schildern mit Weintrauben, die uns den Weinwanderweg anzeigen. Wir laufen jetzt oberhalb des Bachs in Richtung Oberheimbach und dort angekommen, steigen wir auf Höhe der Kirche zur Hauptstraße und dem zentralen Platz mit Fachwerkhäusern herab (s. Foto). Wir laufen die Hauptstraße weiter bis zu einer Kapelle, biegen dort links ab und folgen darauf den Schildern mit dem grünen Dreieck. Jetzt beginnt die Steigung zum Binger Wald.
Durch das Frohnwiesbachtal steigen wir auf bis der Wald beginnt. . Hin und wieder sollte man sich umdrehen, um die phantastische Aussicht genießen zu können (s. Foto oben). Beim Waldrand geht es kurz rechts und wieder links. Jetzt geht es weiter geradeaus und weiter bergauf bis wir an eine Wegkreuzung gelangen, mit einem Wegweiser zur Lauschhütte (links). Etwa hundert Meter rechts von dieser Kreuzung befindet sich ein kleiner Felzhaufen, auch Eselstein genannt, den man betrachten oder gar erklimmen kann. Weiter geht es jedoch für uns zur Lauschhütte zum Kaffee, einer Erfrischung oder bereits zum Mittagstisch.


Durch die Weinberge wanderst du über speziell für den
Weinbauer angelegten Asphaltstrassen mit "Einfahrt Verboten"
für anderen Fahrzeugen

Wenn man in Oktober durch den Weinbergen wandern geht,
kann man diese Szene begegnen. Durch die Steilheit des Gebirges macht man alles mit dem Hand

Anschließend folgen wir immer dem Rheinhöhenweg (ausgezeichnet mit einem großen „R"!). Bald schon erreichen wir den Salzkopf auf 628 m, wo ein kleiner Turm bestiegen werden kann. Bis zu diesem Punkt der Wanderung haben wir vom Rhein etwa 600 Höhenmeter überwunden. Nun folgt eine längere Wanderung durch den Wald immer der Beschilderung nach („R" bzw. „E8"!)(erst lange geradeaus, dann scharf nach rechts, dann wiederum nach links). Wir erreichen das Jägerhaus und haben wiederum die Möglichkeit zur Verköstigung. Man ist auf der Tour immer gut versorgt!
Anschließend halten wir uns rechts, bis wir den Morgenbach erreichen. Jetzt müssen wir immer dem Bach durch ein sehr schönes Tal folgen. Gleich am Anfang dieses Tales besteht die Möglichkeit noch einen kleinen Umweg zur Steckeschläferklamm zu machen, doch man müsste den gleichen Weg auch wieder zurück. Wir folgen weiter dem „klammartigen" Morgenbachtal bis zur Burg Reichenstein am Rhein. Rechtzeitig sollte man den Pfad hinunter ins Rheintal nehmen, denn ansonsten steht man plötzlich direkt vor einem Tor zur vielbefahrenen B9! Aber auch von hier ist es nur noch ein kleines Stück nach Trechtingshausen zum Bahnhof. Wir blicken zurück auf eine herrliche, etwa 15 km lange Wanderung.


Der zentrale Platz in Oberheimbach mit Fachwerkhäuser
und ein Ehrendenkmal

Blühende Blumen im Frühling, irgendwo zwischen dem Salzkopf
und dem Jägerhaus

Informationen

Über diese Wanderung können wir nicht viele extra Informationen geben.
Über diese Wanderung gibt es nicht viel an Extra- Information. Es empfiehlt sich die Wanderkarte 1:25.0000 „Walderholungsgebiet Rhein-Nahe Binger Wald, Wanderwege in Binger- und Ingelheimer Stadtwald" zu kaufen, die u.a. in den Fremdenverkehrsbüros der jeweiligen Orte des Gebietes von Bacharach bis Bingen und Rheinböllen bis zum Rhein erhältlich ist. Mit dieser Karte und der gegebenen Beschreibung sollte die Tour keine Schwierigkeiten bereiten. Auf der Karte sind auch noch zahllose andere Wanderrouten aufgeführt.
Noch einmal: Aus unserer Sicht erscheint es empfehlenswert die Wanderung in Niederheimbach zu beginnen. Daher bietet es sich an entweder das Auto in Trechtingshausen zu parken oder sich ganz der öffentlichen Nahverkehrmittel zu bedienen. Ein Zugfahrplan findet man unter :
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/detect.exe/bin/query.exe/d.
Weitere Informationen finden Sie unter „Wandern-Info".
Die jeweiligen Adressen der Fremdenverkahrsvereine können Sie dort zwar nicht erhalten, allerdings dürften alle größeren Ort des durchaus touristischen Mittelrheintales wie Boppard, Sankt Goar, Oberwesel, Bacharach und Bingen über eines verfügen (der Rhein ist viel touristischer als der Hunsrück!). Eins detaillierte Suche im Internet dürfte erfolgsversprechend sein.

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Wald-Impression mit einfallender Sonne, erster Teil


Wald-Impression mit einfallender Sonne, zweiter Teil