Durch das unbekannte Flaumbachtal

Durch das starke Mäandern des Flaumbaches entstehen schöne, helle Stellen die unseren Spaziergang abwechslungsreich machen.

Auf der Seiten "Natur" war schon zu lesen, dass insbesonders die Flussbächer den Hunsrück die Schönheit geben und das Wandern so abwechslungsreich machen. In dieser "Special" wird einem der Flussbächer im westlichen Hunsrück unsere Aufmerksamkeit geschenkt, das zur Mosel strömt. Es ist eines der wenige bekannten Täler, und dass ist vor allem durch die ziemlich isolierte Lage, in einer dünn bevölkerten, waldreichen Gegend, obwohl mehrere grössere Dörfer oder Städtchen an der Mosel, wie Treis-Karden, Cochem oder Zell nicht weit entfernt sind. Das Flaumbachtal ist im allgemeinen weniger tief eingeschnitten, und hat als Besonderkeit, dass auf zahlreichen, durch den gewundenen Character des Baches entstehenden Stellen Orchideen gefunden wurden. Die Wanderung folgt dem Teil des Tales, wo kein Asphaltweg läuft, und ausser schöne Natur können, auf dem Zurückweg der langen Variante, auch noch Reste einer Ausgrabung einer Römischen Siedlung besichtigt werden.
Der Startpunkt der Wanderung ist bei dem Parkplatz zur Kirche im Dorf Mittelstrimmig. Dieses Dorf kann erreicht werden entweder von Treis-Karden aus oder von Zell über den B421 Richtung Kastellaun. Bei Blankenrath gehen wir links und folgen den Schilder die Mittelstrimmig und Treis-Karden anzeigen. Von Mittelstrimmig aus machen wir eine Rundwanderung von 12 km (kurze Variante) bis 18 km (lange Variante).

Wir folgen vom Kirchplatz den Weg richtung Liesenich, und biegen vor dem Friedhof rechts ab, folgen dem Zeichen "L1", und gehen "Zur Kanzel". Durch den Wald wird dieser Aussichtspunkt in 15 Minuten erreicht. Wir geniessen die Aussicht (sehe Photo unten links) und steigen hinunter (wir folgen dem Zeichen "L3"). Unten angekommen können wir gleich links gehen und den Bach folgen, aber es lohnt sich einen kleinen Umweg zu machen über den Hof der Weissmühle, die eine wunderschöne Lage hat. Sie sollen sich insbesonders die Scheune und den farbigen Bienenkorb anschauen und photographieren (sehe Photo weiter, links). Den Hof entlang steigen wir einen Moment, und erreichen dann über einen kleinen Umweg (den Blick vom Wald ins freie Feld wird dargestellt auf dem Photo unten, rechts) den Asphaltweg, wo wir die ursprüngliche Wanderung verfolgen (mit dem Zeichen "K7").


Aussicht von der Kanzel im Flaumbachtal. Die Herbstfarben
sind noch erkennbar zwischendurch die Nebelvorhänge.

Typisch Hunsrück, typisch Flaumbachtal : viele Kurven, viele Lichtungen, wunderschöne Farben im Herbst.

Am Anfang ist das Tal sehr breit, aber nach einiger Zeit verengt das Tal sich (sehe Photo ganz unten). Jetzt folgen wir einem schönen Teil des Tales, wobei wir dem Bach in Kurven folgen, manchmal den Weg abschneiden über einen Wanderpfad die Wiesen entlang, manchmal durch das Gehölz. Im Herbst zeigen sich wunderbare Farben vor in grünen, gelben, orangen, roten und braunen Tinten, im Frühling kann man vielleicht ein Orchidee finden. Gegenverkehr wird man hier kaum haben ! Via die Liesenicher Bauernmühle, mit Forellenteichen, und einige Kilometer weiter die Grendericher Bauernmühle, kommen wir an einem Punkt wo wir nach links gehen sollen, und einem Seitental folgen. Kurz danach sollen wir den Bach hinüber laufen, und wieder zurück gehen ins Flaumbachtal. Bei der kurzen Variante bleiben wir jedoch dieses Seitental folgen (hier fliesst der Raimundsbach) und über Liesenich (auf Schilder angegeben) kehren wir zurück nach Mittelstrimmig.


Die schöne Lichtungen im Bachtal heissen manchmal nicht ohne grund Pferdeweide.





Bei der Weissmühle steht eine wunderschöne, bewachsene, Scheune mit oben gefärbte Bienenkörben. Der Umweg lohnt sich !

Bei der langen Variante verfolgen wir weiter den Flaumbach bis an die Hanosiusmühle (wir folgen "L10"). Hier verlassen wir das Flaumbachtal, aber dem Zeichen "L10" folgen. Wir folgen "L9 / L10" Richtung Gasthaus "Zur Buche". Gegenüber dem Gasthaus befinden sich die Reste einer Römischen Siedlung. Hier lief damals ein Römischer Weg, der eine Verbindung war zwischen der Ausoniusstrasse von Trier nach Bingen und die Eifelstrasse von Köln bis Trier.
Wir verfolgen die Wanderung vom Feldweg über den Asphaltweg entlang. Wir treffen noch ein in der "Arme-Sünder-Kapelle", wo bis in das siebzehnte Jahrhundert der lokale Galgen stand, der den verurteilten Verbrecher das Leben nahm. Uns erster Erkennungspunkt ist der Turm der hochliegenden Kirche. Wir haben wieder eine schöne Wanderung von ca. 18 km hinter uns !

Informationen

Diese Wanderung ist, mit Nummer 7, detailliert beschrieben in dem ausgezeichneten Buch "Dumont - Richtig Wandern ; Hunsrück - 31 Wanderungen und 2 Radtouren", von Wolfgang Bartels, Köln, 1996. Die in dem Buch gezeichnete Karte ist einigermassen schematisch, aber die Routebeschreibung ist complett und deutlich genug um die Wanderung ausführen zu können. Die beste Karte ist die topographische Karte 1:25.000 "Zeller Land", welche (in jedem Fall) zu haben ist beim Fremdenverkehrsverein in Zell.
Die Wanderung hat eine Länge von 12 km (kurze Variante), 14 km (mittlere Variante), oder 18 km (lange Variante).
Man soll Proviant mitbehmen, denn bis zum genannten Gasthaus "Zur Buche" (3 km bevor das Ende der mittlere oder lange Variante), hat man keine Möglichkeit etwas zu essen.
Diese Wanderung ist schwer ohne Benutzung eines Autos zu machen, denn in diesem Teil des Hunsrücks (wie fast überall) gibt es kaum Öffentliche Transportmittel, die man braucht, um nach Mittelstrimmig zu kommen.

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In der Nähe der Liesenicher Bauernmühle verengt sich das Flaumbachtal, aber das macht undere Wanderung sehr abwechselnd.