Hunsrück und Nahe I : Kupferbergwerk Fischbach, Hosenbachtal und Herrstein

Wir kommen aus Herrstein und erreichen das Hosenbachtal mit seinen Moorgebieten und wurnderschönen Herbstfarben

Die Nahe bildet die südliche geographische Grenze vom Hunsrück. Das Nahetal ist an sich dicht bevölkert und industrialisiert; es ist ein sehr interessantes Gebiet: schöne Städte und Dörfer, Edelsteine, Mineralien und Fossilien, Burgen, Schiefergruben, Fachwerkhäuser, Bäche in tiefen Schluchten. Alles in allem genug, um einige interessante Wanderungen zu machen.
Als erstes machen wir die Wanderung Nummer 38 aus dem Buch "Wanderführer Hunsrück, Kompass Wanderführer". Diese ist 16 km lang und führt an einigen Hängen vorbei durch das schöne Hosenbachtal; vorbei an einem Kupferbergwerk und zur kleinen Fachwerkstadt Herrstein. Die Wanderroute aus dem Buch beginnt in Herrstein, aber wenn man in Herrstein Mittagessen möchte, kann man besser bei dem Kupferbergwerk im Hosenbachtal (hinter Fischbach) starten.
Auf der Karte (siehe unten) ist die Wanderung nur grob skizziert. Die Beschreibung aus dem Buch ist auch mit der dort abgedruckten Karte nicht immer genau genug, um ohne Probleme die Wanderung zu machen. Es ist deshalb ratsam, die Karte "Deutsche Edelsteinstrasse" (1: 25.000) mitzunehmen. Diese wird vom Fremdenverkehrsamt in Herrstein herausgegeben.

Besucht zuerst (oder natürlich auf dem Rückweg) das Kupferbergwerk. Dort kann man unter anderem riesige "Säle" sehen, die durch das Abtragen von Kupfererz entstanden sind. Übrigens wurde schon in der Bronzezeit in dieser Mine Kupfer gefunden. Das Bergwerk wurde bereits am Ende des 18. Jahrhunderts stillgelegt.
Die Wanderung führt uns einige 100 m über einen asphaltierten Weg, aber danach biegen wir links ab und folgen den Hängen und Böschungen des Hosenbachtals. Dieses Tal ist abwechselnd schmal und breit, mit offenen Feldern entlang des Baches, aber auch mit viel Wald auf den manchmal steilen Hängen. Durch die Wälder und Felder erreichen wir Herrstein. Das müssen wir erst durchqueren, bevor wir den historischen Ortskern erreichen. Hier finden wir das am besten erhaltene historische Stadtzentrum des gesamten Hunsrücks. Vorbildlich restaurierte Fachwerkhäuser (einige stammen aus dem 16. / 17. Jahrhundert), ein imposantes Stadttor mit Uhr, den Schinderhannesturm, eine Kirche und sogar ein kleines Schloss: und das alles um den kleinen Dorfplatz mit Springbrunnen gelegen. Es dauert nicht sehr lange, um alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe anzusehen, denn der Ort ist relativ klein, aber wirklich sehr schön!


Der wunderschöne Uhrturmplatz in Herrstein mit prächtigen Fachwerkhäusern





Die schöne Gasse in Herrstein, die zur Zehntscheune aus dem 16. Jahrhundert führt (heute ein Café-Restaurant)

Nach dem Mittagessen z.B. in der schönen alten Zehntscheune verlassen wir Herrstein auf dem selben Weg, wie wir gekommen sind. Bei den "bellenden Hunden" gehen wir allerdings nicht nach rechts sondern nach links und klettern gemächlich zum Steinäcker- und Lindenhof, in denen man auch Urlaub machen kann. Jetzt kommt ein schwieriges Stück: denn obwohl dort ein Schild steht, kann man den Wanderweg durch die Wiese nicht mehr sehen und es ist etwas schwierig, um durch den Wald unten zum wunderschönen Hosenbachtal zu gelangen (siehe oberes Foto).
Jetzt folgt ein ruhiger und ebener Weg am Bach entlang bis zum Asphaltweg. Man kann hier eventuell direkt zum Kupferbergwerk laufen (ca. 1 km) und so eine Abkürzung nehmen. Es ist allerdings viel schöner, um links den Asphaltweg nach oben in Richtung Beschweiler zu besteigen (anstrengend!) und danach dann in der zweiten scharfen Kurve den Wanderweg in Richtung Fischbach / Kupferbergwerk zu nehmen. Wir folgen jetzt dem kurvigen Pfad an den steilen Hängen vorbei, wo man eine phantastische Aussicht hat. Danach geht es wieder nach unten durch eine Art Schlucht an einem Bach vorbei in der Richtung des Weges, den wir ca. 500 m zum Kupferbergwerk zurückgehen müssen. Wir können wieder auf eine schöne Wanderung zurückblicken!


Ein grosser Teil des Hosenbachtals im Herbst





Wir folgen dem Pfad, der am Hosenbach entlang führt

Informationen

Diese Wanderung steht - wie gesagt - unter Nummer 38 im "Wanderführer Hunsrück" (Norbert Forsch, Kompass Wanderführer, Deutscher Wanderverlag, Stuttgart). Die Routebeschreibungen sind relativ gut, aber die Karte ist sehr kurz und bündig. Man sollte deshalb immer eine 1 : 25.000 Wanderkarte mitnehmen (hier also die Karte "Deutsche Edelsteinstrasse", herausgegeben vom Fremdenverkehrsamt in Herrstein). Diese Karte gibt ein grosses Gebiet wieder (doppelseitig bedruckt) und ist auch für die nächste Wanderung geeignet (Hunsrück und Nahe II).
Sowohl in Herrstein als auch im Restaurant des Kupferbergwerks sind Möglichkeiten zum Mittagessen. Es muss ein Höhenunterschied von insgesamt 450 m überwunden werden. Es kann in Herrstein und beim Kupferbergwerk gestartet (und geparkt) werden.

Zum Schluss noch etwas verdiente Reklame: für die zwei Wanderungen "Hunsrück und Nahe" haben wir in dem sehr abgelegenen, wunderschönen Hotel "Forellenhof Reinhartsmühle" in Rudolfshaus bei Bundenbach übernachtet. Man hat Aussicht auf Forellenteiche und eine prima Küche. Für weitere Informationen:
http://www.hotel-forellenhof.de


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Das ehemalige Kupferbergwerk auf dem Weg nach Fischbach kann besichtigt werden und ist mit seinen grossen Sälen sehr beeindruckend